Wichtige Informationen über den Geschäftsverlauf 2012

Versicherungsbestand:
Im Geschäftsjahr 2012 konnte der Versicherungsbestand weiter ausgebaut werden. Die versicherte Fläche stieg auf 431.950 ha, diese Fläche verteilt sich auf 7.215 Verträge.

Durch den starken Preisanstieg an den Märkten für Getreide und Raps erhöhte sich die Gesamt-Versicherungssumme (errechnet sich aus Marktpreisen, Ertrag und der versicherten Fläche) von 682 Mio. € auf über 717 Mio. €.

Schäden:
Insgesamt gingen für das Geschäftsjahr 2012 218 Schadenanmeldungen (Vj. 200) in der Geschäftsstelle der Hagelgilde ein, davon 2 Sturmschäden (Vj. 3).

Bis zum 28.9.2012 wurden 95 Schadensfälle mit Gesamtauszahlungen von über 3,5 Mio. € (Vj. 2,88 Mio. €) an die betroffenen Mitgliedsbetriebe abgeschlossen. Dabei wurden Schäden an Kulturen auf insgesamt 6.849 ha Fläche (Vj. 6.133 ha) entschädigt.

Zum Schadenverlauf des Geschäftsjahres 2012:
Bereits im Herbst 2011 traten Schäden im frisch aufgelaufenen Raps auf. Aufgrund des günstigen Witterungsverlaufes konnten sich die Bestände aber sehr gut regenerieren.

Erste leichte Schäden des Jahres traten zwischen dem 20. und 22. April sowohl im Großraum Kiel, nahe Husum, bei Ratzeburg als auch nördlich von Teterow auf.

Der Mai präsentierte sich bei beständigem Witterungsverlauf sehr unauffällig, was Hagelereignisse anbetraf. Lediglich ein kleiner Schaden an Erdbeeren nahe Neubrandenburg vom 17. Mai gab es zu entschädigen.

Dafür folgte der Juni als der schadenträchtigste Monat des Jahres. Es gingen 20 Schadenanmeldungen vom 08. Juni aus der Nähe von Schleswig und von Kellinghusen ein.

Hauptschadentag 2012 war dann der 18. Juni mit 82 Schadenmeldungen. Betroffen war der Küstenstreifen Mecklenburg-Vorpommern von Satow bis hin zum Cap Arkona auf Rügen, wobei hier die Schwerpunkte bei Barth und bei Schaprode/Rügen lagen. Außerdem traten an diesem Tag, mit extrem heißem Südwind und für das gesamte Geschäftsgebiet vorhergesagten Unwettern, weitere Schäden in den Regionen Güstrow, Parchim, Wolgast und Schwerin auf. Es wurden durchweg alle Kulturen geschädigt, aber in Gerste und Mais waren die Schäden am stärksten, teilweise auch Totalschäden bzw. GPS-Verwertung der kläglichen Reste.

Am 22. Juni galt es nahe Marne in Dithmarschen Schäden, vor allem im Weizen, zu regulieren. Ende Juni, am 29., traten dann weitere Hagelschäden bei Rendsburg, nahe Lübeck und im Raum Neustadt/Holstein sowie an der Elbe bei Lauenburg auf.

Bereits am 1. Juli ging das nächste Hagelereignis über dem Großraum Neustadt in Holstein an der Ostseeküste nieder. Vor dem eigentlichen Erntebeginn folgten weitere Hagelschäden, entsprechend dem wechselhaften Wetter. Im Zeitraum vom 6. bis zum 16. Juli wurden aus verschiedenen Landesteilen des Geschäftsgebietes immer wieder Hagelschäden gemeldet. Ein Schwerpunkt dabei lag an der Nordseeküste westlich von Heide.

Ein lokales Hagelunwetter sorgte am 19. Juli im nördlichen Brandenburg – östlich von Prenzlau – für starke Schäden im erntereifen Raps. Mit 22 Schadenanmeldungen, von denen fast alle über der Regulierungsgrenze von 5 % lagen, war mitten in der Ernte der 30. Juli der nächste Schadentag. Diese Schäden entstanden in Preetz und Schönberg im Kreis Plön, in Nordfriesland, in Angeln und bei Rendsburg aber auch im Raum Malchin und bei Wolgast.

Erntereifer Weizen wurde beim Hagel am 2. August rund um Elmshorn geschädigt. Stärkere Schäden brachte auch der 4. August mit sich, rund um den Schweriner See – von Gadebusch bis Warin – wurden Raps und Silomais geschädigt.

Vorerst letzte Hagelschäden entstanden nach Abschluss der Getreideernte südlich von Ludwigslust am 30. August im Silomais, sowie in der Zeit vom 12. bis 19. September im Kohl in Dithmarschen.