Liebe Mitglieder der Hagelgilde,
wie in jedem Sommer möchten wir Sie über den bisherigen Geschäftsverlauf, die Ertragslage in unserem Geschäftsgebiet und das aktuelle Schadengeschehen informieren.
Versicherungsbestand
Im Jahr 2026 haben 2.454 Mitglieder der Hagelgilde insgesamt 441.000 Hektar gegen Hagel- und Elementargefahren versichert. Das schwierige Marktumfeld, das der Landwirtschaft im Frühjahr zu schaffen machte, hat bei uns nur zu einem leichten Rückgang der Versicherungssumme geführt.
Witterung und Ertragslage
Ein eher trockenes erstes Halbjahr mit meist rechtzeitigen Regenfällen prägte die Hauptvegetationszeit und ließ zunächst auf eine gute Ernte hoffen. Eine regional unterschiedlich ausgeprägte Trockenphase im Mai sowie Hitzetage im Juni mit über 35 Grad ließen jedoch Ertragsdepressionen vermuten.
Aus dem Geschäftsgebiet erreichen uns entsprechend unterschiedliche Rückmeldungen: Die Gerstenerträge sind gut bis sehr gut, der Raps enttäuscht bei den meisten Betrieben – 40 dt/ha bleiben eher die Ausnahme – und auch die Weizenerträge fallen vielerorts unterdurchschnittlich aus.
Schadengeschehen
Das Schadenjahr 2026 ist Stand 05.08.2026 als überdurchschnittlich zu bewerten. Nach einem sehr entspannten Vorjahr wurden bereits 337 Schadenmeldungen bearbeitet, die aktuelle Schadensumme liegt bei über 3 Mio. €.
Die größten Schadengebiete liegen an der Schlei, in der Kremper Marsch, in Nordwestmecklenburg und im Süden Ostholsteins:
Schlei-Region: 59 gemeldete Schäden, vor allem an Gerste und Mais, aber auch an Weizen und Raps. Obwohl noch nicht alle Kulturen endgeschätzt sind, wurde hier bereits eine halbe Million Euro abgerechnet.
Kremper Marsch (13.07.): Zwei Gewitterzellen westlich von Elmshorn und rund um den Schaalsee führten zu heftigen Schäden. 54 Schadenmeldungen wurden bearbeitet, bislang 450.000 € ausgezahlt.
Süd-Ostholstein (17.07.): Ein schmales Hagelband sorgte für 35 Schadenfälle mit teils heftigen Schäden an Raps, Weizen, Hafer und Mais. Hier wurden bislang 400.000 € ausbezahlt.
Darüber hinaus sind von der Lüneburger Heide bis nach Husum und von Dithmarschen bis in die Uckermark in nahezu allen Regionen unseres Geschäftsgebietes Schäden aufgetreten.
Dank an unsere Schätzerinnen und Schätzer
Der größte Dank gilt unseren ehrenamtlichen Schätzern. Sie haben wieder einmal bewiesen, wie belastbar und gut unser System funktioniert – wegen der Hagelgilde musste kein Mähdrescher warten
