Das Schadenjahr 2026 neigt sich dem Ende entgegen. Inzwischen konnten alle gemeldeten Schäden besichtigt und abgerechnet werden. Die Hagelgilde VVaG zieht deshalb eine erste vorläufige Bilanz: Mit einer Schadensumme von knapp 3,9 Millionen Euro war 2026 ein ausgeprägtes Überschadenjahr. Es liegt damit im oberen Bereich der vergangenen Überschadenjahre.
Gute Nachricht für die Mitglieder: Prämiensatz bleibt stabil
Trotz der hohen Schadenbelastung gibt es für die Mitglieder eine erfreuliche Nachricht: Der Prämiensatz bleibt unverändert.
„Dank unserer stabilen und ausreichend hohen Rücklagen können wir bereits heute sagen, dass sich der Prämiensatz nicht ändern wird. Das ist die positive Nachricht nach einem insgesamt sehr schadenreichen Jahr. Unsere Rücklagen sind genau dafür da, auch in Jahren mit überdurchschnittlichen Schäden die Beiträge für unsere Mitglieder stabil halten zu können.“
– Henning Pfitzner, Vorstandsvorsitzender
Zusätzlich unterstützt der Rückversicherungspartner die Hagelgilde-Gemeinschaft.
Schwerpunkt der Schäden im Juni und Juli
Insgesamt wurden 376 Schäden gemeldet. Die große Mehrzahl ereignete sich zwischen dem 19. Juni und dem 30. Juli. Drei Tage waren dabei besonders schadenintensiv:
| Datum | Schadensumme |
|---|---|
| 27.06.2026 | rund 754.000 € |
| 13.07.2026 | rund 1.143.000 € |
| 17.07.2026 | rund 806.000 € |
Betroffen waren nahezu alle Ackerkulturen, von Getreide, Raps und Leguminosen bis hin zu Zuckerrüben, Kartoffeln und Zwiebeln.
Die Schäden verteilten sich über fast das gesamte Geschäftsgebiet der Hagelgilde. Besonders stark betroffen waren:
- die Schlei-Region
- die Elbmarsch
- die Region um den Schaalsee
- das südliche Ostholstein
Neben den zahlreichen Hagelschäden mussten auch fast 50 Sturmschäden, vier Starkregenschäden und ein Trockenheitsschaden reguliert werden.
Großer Dank an die ehrenamtlichen Sachverständigen-Schätzer
Trotz der vielen Schäden und mitten in der Erntezeit wurden alle Schadenfälle zeitnah besichtigt und reguliert. Das ist vor allem dem großen Einsatz der ehrenamtlichen Sachverständigen-Schätzer zu verdanken.
„Dafür gebührt unseren ehrenamtlichen Schätzern ein ganz besonderer Dank. Gerade in der arbeitsintensiven Erntezeit haben sie sich die notwendige Zeit genommen, um die Schäden auf den Betrieben zeitnah aufzunehmen und zu bewerten. Das zeigt einmal mehr den starken Zusammenhalt innerhalb der Hagelgilde.“
– Henrik Nitz, Vorstand
