Vorstandsvorsitzender Henning Pfitzner präsentierte den Mitgliedervertretern am 10. März 2026 einen Geschäftsbericht, der eindrucksvoll die Stabilität der Hagelgilde unterstreicht.
Die Versicherungssumme stieg zum 31.12.2025 auf 773 Mio. Euro, die versicherte Fläche auf 442.267 ha. Die Prämieneinnahmen erhöhten sich auf 3.570.052 Euro, während die Schadenauszahlungen aufgrund eines rekordverdächtig geringen Schadenaufkommens bei lediglich 136.502 Euro lagen.
Die Eigenmittel der Hagelgilde wuchsen auf 6.050.757 Euro an und bilden damit ein sehr solides Sicherheitsfundament. Die Mitgliederzahl lag zum Jahresende bei 2.547 landwirtschaftlichen Betrieben.
Rekordverdächtiges Unterschadenjahr
Das Jahr 2025 war mit 114 Schadenmeldungen an nur 19 Tagen ein Unterschadenjahr, wie es die Hagelgilde nur selten erlebt.
Von den gemeldeten Schäden führten 12 Meldungen zu Hagelschadenauszahlungen. Daneben wurden 24 Starkregen- und Sturmschäden sowie drei AQUA FLEX-Verträge (Trockenheit und/oder Nässe) entschädigt.
Dieses geringe Schadenvolumen bei gleichzeitig breiter Risikostreuung ist die Grundlage für die neuerliche Beitragsrückerstattung. Der Rechnungsabschluss wurde von der Ostwestfälische Revisions- und Treuhand GmbH mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen und vereinsintern zusätzlich von den Rechnungsprüfern Peter Claußen und Peter Höper kontrolliert.
Erneute Beitragsrückerstattung für alle Mitglieder
Die Mitglieder profitieren bereits zum dritten Mal innerhalb von fünf Jahren von der 2021 eingeführten Beitragsrückerstattung.
Mit der Abschlagsrechnung werden den Mitgliedern dieses Mal 5 % der Hagelnettoprämie 2025 gutgeschrieben. Damit gibt die Hagelgilde ihre positive Schaden- und Ertragsentwicklung direkt an die Betriebe zurück und stärkt deren Liquidität gerade zu Beginn des neuen Erntejahres.
Die Beitragsrückerstattung unterstreicht die genossenschaftliche Idee der Hagelgilde:
Was nicht für Schäden benötigt wird, kommt den Mitgliedern zugute!
Entscheidungen und Weichenstellungen der Versammlung
Die Mitgliedervertreter genehmigten den Rechnungsabschluss 2025 und erteilten Aufsichtsrat und Vorstand einstimmig Entlastung.
Zudem wurden organisatorische Anpassungen bekannt gegeben: Der 9. Distrikt (rund um Husum in Schleswig-Holstein) wurde aufgelöst und auf die Distrikte 18 (nördlich) und 10 (südlich) aufgeteilt.
Hintergrund ist der Strukturwandel in der Landwirtschaft und der damit verbundene Rückgang der aktiven Landwirte, dem mit einer Bündelung von Distrikten begegnet wird. Die Leistungsfähigkeit der Schadenregulierung bleibt davon selbstverständlich unberührt, im Gegenteil: Abläufe sollen weiter optimiert und Entscheidungswege verkürzt werden.
Mit großem Dank und einem Präsentkorb wurden die langjährigen Distriktvorsteher Hans-H. Hennings und Klaus Gitte für jeweils 15 Jahre ehrenamtliches Engagement verabschiedet.
Mehrwert für Betriebe: Digitale Services und Zusatzdeckungen
Neben dem Rückblick stand auch der Service für die Mitglieder im Mittelpunkt.
Zusätzlich zur klassischen Hageldeckung können Betriebe flächenindividuell Sturm, Starkregen und Spätfrost absichern; aktuell ist knapp ein Fünftel der Fläche über Hagel hinaus gegen mindestens eine weitere Gefahr versichert.
Mit AQUA FLEX bietet die Hagelgilde zudem eine flexible Absicherung gegen Trockenheit und/oder Nässe an, die gezielt auf zunehmende Witterungsrisiken reagiert.
Wer tiefer einsteigen möchte, findet den vollständigen Geschäftsbericht 2025 auf www.hagelgilde.de
Das Team der Hagelgilde steht den landwirtschaftlichen Betrieben für alle Fragen rund um Hagel- und Elementargefahrenversicherung gern persönlich zur Verfügung.

Vorstand Henrik Nitz würdigt die Verdienste der ausgeschiedenen Distriktvorsteher: von links Klaus Gitte (18. Distrikt), Hans-H. Hennings (9. Distrikt), Aufsichtsrats-Vorsitzender Eucken Wollatz, Vorstands-Vorsitzender Henning Pfitzner, Vorstand Henrik Nitz

Sturmschaden im Weizen Raum Stavenhagen (Mecklenburg-Vorpommern) vom 22.07.2025
